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H0-Modelle mit SYMOBA optimieren

 

Märklin Dampflok 25 016 der SNCB
Dampflok Artikelnummer 3314
Baujahr  
benötigtes Material 1 Stück 111+107; ggf. auch 110 verwendbar, siehe Text, außerdem Märklin Tauschteil 288390 und Schraube
Längenzugabe keine
befahrbarer Radius R1, Gegenbogen R2
durchgeführt von A. Schnug

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Umbau des Modells mit Bildern
Die Kupplung am Tender dieser Lok besteht aus einem Märklin Schacht 345760, der an einem Drehpunkt befestigt ist. Durch den Einbau einer Kulissenführung wird der Kuppelabstand weiter verkürzt. Das umgebaute Modell befährt auch den Radius 1 von 360mm anstandslos.
Prinzipiell prüft man bei allen Umbauten mit der Kupplungslehre, welche Kulisse und welcher Schacht am geeignetsten ist. Dazu muss im Normalfall die vorhandene Kupplung demontiert werden. Auf dem Foto wird der Schacht 110 mit der 111 an den Tenderboden gehalten. Weil das Drehgestell nah an der Pufferbohle sitzt, kann die Kulisse so nicht befestigt werden. Sie muss entweder eingelassen oder auf dem Fahrgestell befestigt werden. Außerdem ist der Schacht 107 sicherlich vorzuziehen, weil er jederzeit einen leichteren Wechsel des Kupplungskopfs ermöglicht. Beim Schacht 110 muss dieser zum Kupplungswechsel mit abgezogen werden.
Soll die Kulisse auf dem Tenderboden befestigt werden, ist es unbedingt erforderlich, auch diese Einbauposition zu prüfen. Die Halterung für eine Lampenfassung wird bei diesem Modell nicht benötigt. Sie kann entfallen. DB-Ausführungen mit Lampenbeleuchtung könnten also nicht auf diese Weise umgebaut werden, wenn man nicht auf LED-Beleuchtung wechseln will. Muss die Halterung weiterhin genutzt werden, bleibt nur das Einlassen in den Wagenboden als Befestigungsoption für die Kulisse.
Die alte Drehpunkt-Befestigung muss eingeebnet werden.
Diese Arbeit könnte auch freihand efolgen. Bei der Unterseite kommt es in diesem Fall nicht auf absolute Präzision an.
Sowohl der Befestigungspunkt als auch die Schwenkbegrenzung wurde entfernt. Wollte man die Kulisse in den Wagenboden einlassen, müsste etwas mehr Mühe aufgewendet werden. Dann wäre exaktes Anfertigen eines Ausschnittes notwendig. Dies kann man sich bei der SNCB-Lok ersparen.
Zum Einebnen des Tenderbodens muss das Modell komplett zerlegt werden. Die Drehgestellblenden sind außen geklipst und werden als erstes entfernt. Dann sind die Schrauben zugänglich, mit denen die Drehgestelle (Stuhlbleche) befestigt sind. Der Schleifer kann am Rahmen montiert bleiben und wird komplett mit der Drehgestellblende abgenommen. Das Blech ganz unten auf dem Foto könnte als Kontaktblech dienen. An 4 Punkten stellt es automatisch eine Masseverbindung her, die man nutzen könnte.
Sofern man im Bastelfundus eine geöffnete Kulisse 111 hat, kann man diese zum Anzeichnen verwenden und auf diese Weise den auszufräsenden Ausschnitt sehr gering halten. Einige geritzte Hilfslinien sind noch erkennbar.
Beim Aufkleben der Kulisse sollte man den Klebstoff sehr sparsam dosieren, damit nichts in die Kulisse gelangt. In diesem Fall wurde UHU sofortfest eingesetzt, um die Abbindezeit zu verkürzen. Etwas Klebstoff an den Seiten der Kulisse erhöht die Stabilität. Ggf. trägt man diesen im zweiten Klebeprozess auf. Hier sieht man bereits die erste Testfahrt auf R1 mit einem eng kuppelnden Märklin Wagen.
Der Stift der Kulisse wurde hier bereits gekürzt. Er dürfte aber ruhig einen Millimeter länger bleiben. Dann hätte man noch etwas Reserve, falls die Kupplung zu hoch sitzt.
Kuppelabstand auf einem geraden Gleis.
Auch die vordere Kupplung lässt sich optimieren. Der Kupplungshaken suggeriert nicht gerade Kuppelsicherheit und auch der Abstand gefällt nicht wirklich gut.
Der Kupplungshaken lässt sich leicht gegen einen Märklin Schacht 288390 tauschen. Dazu wird lediglich eine längere Schraube benötigt. Diese hier ist zu lang und wird nach der Montage mit einer Trennscheibe gekürzt. Doch halt, vorher soll dieser Arbeitsschritt noch mit einem Bild dokumentiert werden!
Wer keine Mühe scheut und nicht auf engen Radien fährt, kann den Kuppelabstand weiter verkürzen. Dazu ein neues Loch bohren (1,6mm) und ein M2 Gewinde schneiden. Der Kupplungskopf ist etwas bearbeitet, um genügend Platz für den Schraubenkopf zu haben.
Bereits ohne ein neues Loch zu bohren wird der Kuppelabstand erheblich reduziert. Insgesamt ist der Umbau eine schöne Basteltätgkeit mit geringem Schwierigkeitsgrad, wenn man einmal vom Einebnen des Tenderbodens absieht. Aber das Ergebnis spricht für sich.

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